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Kurze
Vereinsgeschichte (aufgeschrieben
vom Vereinsvorsitzenden Lothar Löbnitz)
Vor 1949 spielten zahlreiche Zottelstedter und Mattstedter im
Nachbarverein in Niederroßla Fußball. Die A-Juniorenmannschaft
Niederroßlas bestand damals im wesentlichen aus Zottelstedter
Spielern. 1949 entschlossen sich
diese Spieler einen eigenen Verein in
Zottelstedt zu gründen. So wurde der Verein aus der Taufe gehoben.
Unter Schirmherrschaft der Gewerkschaft konnte der Verein 1949 in der
Gastwirtschaft "Zur Butte" gegründet werden.[Bild1]
[Bild2]Gleich im ersten Spiel wurde der Niederroßlaer Verein mit 2:1 geschlagen. In den Jahren danach
erhielten die Spiele zwischen beiden Vereinen Derby-Charakter und
manch alter Niederroßlaer hat diese Rivalität bis heute nicht
vergessen. Bei den jungen Leuten spielt diese Rivalität aber
heute keine Rolle mehr.
Hier einige Auszüge
und Zusammenfassung eines Briefes zur Vereinsgeschichte anlässlich
unseres 50. Vereinsjubiläums 1999 von unserem
Vereinsmitbegründer Rolf Gelfert an den Vereinsvorsitzenden Lothar
Löbnitz:
Die Zeit von 1949 bis 1955
„Vor der Gründung des Fußballsportvereins
1949 war die Sportgemeinschaft – Turn und Sportverein
Zottelstedt – bis zum Beginn des
2. Weltkrieges eine Handballhochburg. Mann spielte mit der 1.
Mannschaft in der Landesliga und ihr Sportplatz war auf der
„Poche“. Mit der Gründung des Fußballvereines (in
der Gastwirtschaft "Zur Butte")„SG
Neues Leben Zottelstedt“
(und dessen spätere
Umbenennung in BSG Traktor Zottelstedt“) wurde der Handball schnell
verdrängt.
An der Gründung des Fußballsportvereines
und Vereinsführung waren neben den aktiven Sportlern Ritter Rudolf,
Gelfert Oskar, Gelfert Kurt,
Böttcher Arno, Dennstedt Walter, Gelfert Willy, Löbnitz Fritz, Rost
Karl, Bauer Karl, Kowalcewski Josef, Rost
Oskar, Böttcher Walter,
Bilsing Walter und andere beteiligt.
Besonders treue Fans
unseres Vereines waren in der Anfangsphase und bis ins hohe Alter
Berger Walter, (der hin und wieder Bälle für den Verein sponserte)
Kecker Gustav, Gelfert Albin, Nohle Erich, Schuster Erich, Schuster
Karl, Tröbner Erich, Wölke Helmut, Wolter Wilhelm, Ehrhardt Richard,
Rother Paul, Kecker Kurt, Herfurth Edgar, Löbnitz Oskar, Nohle Georg,
Saal Heinz und zahlreiche
andere Namen müssten genannt werden, denn die Unterstützung und
Begeisterung war groß. Das fand seinen Ausdruck beim Bau des
Sportplatzes zuerst am „Ilmbad“ an der Obermühle und dann bei der
späteren Verlegung an die Ortsausgangsstraße Richtung Apolda. Nicht nur die Anhänger
des Vereins sondern auch die Bauern mit Pferdegespannen bzw. die Angehörigen
der MAS
Zottelstedt (Maschinenausleihstation
für die Landwirtschaft in der damaligen "DDR")
haben dabei geholfen. Im 1. Jahr der Vereinsgründung
spielte auf dem Sportplatz
auch eine Frauenmannschaft und Männermannschaft
Handball. Aber bald stellte man sich nur noch auf Fußball im Männerbereich
ein. Man spielte mit zwei Männermannschaften und wurde im ersten Jahr
in die 2. Kreisklasse eingestuft.
Die Erste stieg jedoch
gleich in die 1. Kreisklasse auf und wurde Staffelsieger.
Nachwuchsmannschaften wurden ebenfalls aufgebaut. Unsere erste
Spielkleidung waren gelbe Trikots. Da nicht genügend Hemden
vorhanden waren, färbte man Unterhemden gelb ein. (Daher
unsere Vereinsfarben Gelb und Grün - grün wegen der grünen Ilmaue die
unsere Region prägt).
Als Trainer hat sich in dieser Anfangsphase der Vereinsgründung
besonders Herr Scholz – ehemaliger Linksaußen bei "Blaugold
Bismarkshöhe Apolda"
- verdient gemacht. Zahlreiche
Kreis-Pokale (Traktorpokal und FDGB
Kreispokal) wurden gewonnen.
Und die Erste spielte immer im
vorderen Tabellendrittel der 1. Kreisklasse. Der
Aufstieg in die Bezirks-Klasse wurde jedoch nie geschafft.
Die
höchste Niederlage einer Zottelstedter Mannschaft wurde 1954 mit 0:23
in Blankenhain „eingefahren“.
Einige Spieler erzählten danach
in der warmen Gaststube "Zur Butte" vielsagend: „Wir
haben beim Spiel ganz schön gefroren..........“.
Der Zusammenhalt im
Zottelstedter Verein und die Gemütlichkeit –
insbesondere durch unsere
„Sänger“ Horst Borowski und Gelfer Ottchen
- und den
„Mannschaftschor“ bleiben unvergessen. Bei mancher Niederlage
wurde genauso gefeiert wie bei unseren zahlreichen Siegen.
Ein weiterer Höhepunkt war
ein Freundschaftsspiel gegen eine Stuttgarter Mannschaft
-Untertürkheim-
mit Hin- und
Rückspiel im Jahr 1955. (siehe Zeitungsartikel
[1]
[2] ).“ Ein
offizielles Spiel einer Ostzonen Mannschaft gegen eine Mannschaft aus
der West-Besatzungszone
in Zeiten des "Kalten Krieges" und eine Reise in die
damalige BRD war für alle etwas besonderes, zumal es im dortigen
"Wirtschaftswunder" Dinge zu sehen gab, die man hier nicht
kannte. Die Anekdote,
wo Walter Bilsing dort einen Mannschaftskameraden auf die Schulter
nahm, um die Birne des Treppenhauslichts im Nachtquartier
auszuschalten (Strom sparen), weil der Schalter nicht ging (und man
danach aufgeklärt wurde --> Zeitrelais), wurde lange noch in
gemütlichen Runden in der "Butte" erzählt und belacht."
Von 1955 an kann ich aus eigener Erinnerung berichten, da ich in dieser
Zeit begann auf dem Zottelstedter Sportplatz zu "bolzen":
Von 1955
wurde mit zwei Männermannschaften gespielt und man war im
Kreismaßstab mit den Mannschaften immer im Vorderfeld platziert und
gewann Turniere und Pokale. Ein Kreismeistertitel wurde jedoch nie
errungen.
Nachwuchsmannschaften nahmen in zahlreichen Altersklassen am Punktspielbetrieb teil.
Zum Ende
der sechziger Jahre
zogen zahlreiche Spieler und Leistungsträger von Zottelstedt weg -
bedingt durch den Umzug in attraktivere Neubauten Apoldas,
Arbeitsplatzwechsel und Wechsel zu höherklassigen Vereinen
(DDR-Liga -Peter Scholz, Manfred Meisner....). Es kam zur schrittweisen
Auflösung der Männermannschaften. Der Verein wurde in dieser
Zeit im Vorsitz von Ritter Rudolf, Dennstedt Walter, Petrat Werner und
Ockert Wolfgang und den anderen Ehrenamtlichen geführt.
Im
Jahr 1968 wurde der Spielbetrieb im Männerbereich in Zottelstedt ganz
eingestellt. Mit dem Nachwuchs wurde noch einige Zeit gespielt. Der
Nachwuchs spielte dann sehr erfolgreich als FSV Ilmtal in Mattstedt
auf dem dort angelegten Platz.
Unser
Fußballplatz in Zottelstedt wurde in dieser Zeit vom damaligen Zottelstedter Sportlehrer Starke zum „Leichtathletik
Stadion“ umgebaut und wegen fehlender Unterstützung
nur halbfertig und blieb dann so unbrauchbar liegen, als Lehrer
Starke an eine andere Schule wechselte.
1974
initiierten die da inzwischen erwachsenen Spieler der ehemaligen
Nachwuchsmannschaften wie Wilfried und Rainer Saal, Gerhard Horn,
Siegfried Pruban, Lothar Löbnitz und neu zugezogene wie Arthur
Gleismann u.a. den Neuaufbau einer Männermannschaft. Man traf sich
in der „Butte“ und beschloss im Beisein von Vertretern des
Deutschen Turn- und Sportbundes der DDR, noch 1974 am Spielbetrieb
teilzunehmen. Ich erklärte mich als damals mit 25 Jahren
ältestes Vereinsmitglied (nach dem Trainer Siegfried Pruban)
bereit, die Funktion des Vereinsvorsitzenden zu übernehmen. Bevor
mit dem Spielbetrieb begonnen werden konnte, musste aber erst noch in
zahlreichen Arbeitseinsätzen das Spielfeld hergerichtet werden,
d.h. Aufbau neuer Großfeldtore und die Beseitigung der
angefangenen und nicht fertig gestellten Leichtathletikanlagen. Dabei
wurden mehrere hundert qm Rasenpatzen vom Ilmufer auf den Sportplatz
(ehemalige Aschenbahn Kugelstoßanlage, Weitsprunganlage ...) von
unseren Vereinsmitgliedern verpflanzt.
Nach dem
Neustart 1974 in der 2. Kreisklasse stieg man im 3. Jahr in die erste
Kreisklasse auf und etablierte sich dort für die nächsten Jahrzehnte
im Spitzenfeld . Mit dem Neubau eines Sportlerheimes - in
Eigenleistung - wurde auch in dieser Zeit begonnen. Eine von mir
angefertigte Grundrisszeichnung war dazu einzige Grundlage. Fast jedes
Vereinsmitglied hat dort ein paar Schichten gemauert oder sich
anderweitig handwerklich versucht. Mit Unterstützung des damaligen Bürgermeisters
Gerhard Ost, der uns Material und Geld bereitstellte, und unserer
„engagierten Herangehensweise bei der Beschaffung von fehlenden
Baumaterialien“ konnte das Sportlerheim fertig gestellt werden,
nachdem zwischenzeitlich das Dach - von einem Sturm verursacht - im
benachbarten Garten landete.
Mit Unterstützung des späteren Bürgermeisters und Vereinsmitgliedes
Jürgen Reichenbach wurde danach (Ende
80er/Anfang 90er Jahre) das
Sportlerheim durch den Einbau einer Hauswasseranlage und einer
Ölheizung modernisiert. Mit
nur zwei Umkleidekabinen ist das "Sportlerheim" aber inzwischen
unzureichend und unserem Spielbetrieb nicht mehr gewachsen. Ein
Projekt für den Sportlerheimneubau liegt uns vor.
Bedauerlicherweise engagierte sich unsere damalige
Ortsteil-Bürgermeisterin in der Wendeanfangszeit - als es noch
zahlreiche Fördergelder gab, nicht für unseren Verein und für unseren geplanten
Neubau. Gespräche mit dem Landratsamt, dem Oberbürgermeister
Apoldas (Zottelstedt wurde 1994 Ortsteil Apoldas) und dem Thüringer Sozialministerium lassen uns jedoch für
die Zukunft hoffen und "wir bleiben am Ball".....Die
Voraussetzungen für unseren Neubau werden durch Geldmangel in den
Fördertöpfen und wirtschaftlichen Probleme in unserer Region
jedoch immer schlechter, zumal auch unseren neuer Ortsteilbürgermeister
Jonas Herrmann wenig mit unserem Fußball verbindet. Er ist mit
sich zufrieden mit der Aussage"Ich habe nichts gegen das
Sportlerheim..."
Besonders dem Trainer Siegfried Pruban
und der Unterstützung durch den ortsansässigen Kfz-Meister Holm
Ludwig war es zu verdanken, dass dem sportlichen Erfolg der 1. Männermannschaft
der Aufbau einer weiteren Männermannschaft und weiterer
Nachwuchsmannschaften in den 70er und 80er Jahren folgte. Versuche - wie vom damaligen Sportbund
der DDR gewünscht - weitere Sportabteilungen, wie Tischtennis oder
Frauengymnastik aufzubauen, hatten nur kurzzeitigen Erfolg und
scheiterten nach einigen Monaten. Der Vereinsname wechselte in dieser
Zeit von „Traktor Zottelstedt“ in "Chemie Zottelstedt“, da uns
von der Mattstedter Firma „Farben und Lacke Ilmtal“
im Rahmen einer Vereinbarung aus deren Kultur- und Sozialfonds der
DDR-Gewerkschaft (FDGB) Gelder
bereitgestellt wurden. Zahlreiche Pokalsiege (Landsport- und
Kreispokal) und ständige
Platzierungen im vorderen Tabellenfeld erreichten unsere Mannschaften
auch in den siebziger und achtziger Jahren.
1990
mit der Wiedervereinigung
Deutschlands wurde dann die Eintragung unseres Vereins in das
Vereinsregister des Amtsgerichtes Apolda beantragt. Unsere
Vereinssatzung wurde beschlossen und wir einigten uns auf den neuen
Vereinsnamen „FSV Ilmtal Zottelstedt e. V.“ Mit der Zusammenlegung
des KFA Weimar und KFA Apolda zum KFA Weimar wurde Zottelstedt in
die 2.Kreisklasse zurück
gestuft. Mit
dem Trainer Norbert Becker gelang dann
1997 mit seiner stark verjüngten
Mannschaft der Aufstieg in die 1.Kreisklasse. Inzwischen wird der
Aufstieg in die Kreisliga angestrebt und man spielte und trainiert in
fast allen Klassen des Nachwuchses.
1999 - im Jahr unseres 50.
Vereinsjubiläums - errangen beide Männermannschaften
unter den Trainern Rainer Enterlein (1.Männer) und Ronald Ströhlein
(2.Männer)
die Aufstiegsberechtigung über ein notwendiges Relegationsspiel. Da die 1.Männermannschaft
dieses
Relegationsspiel im 50. Vereinsjubiläumsjahr trotz überlegener Spielweise - aber fehlender
Chancenausnutzung - mit 1:2 (durch
ein umstrittenes Tor -Abseits? in den letzten Spielminuten) verlor,
fand das Aufstiegsspiel der 2. Männermannschaft gar nicht erst statt (siehe
Zeitungsausschnitte
[1] [2]
[3]
).
Das 50.Vereinsjubiläum im September 1999 war trotz nicht erreichtem
Aufstiegswunsch beider Mannschaften ein riesiges Fest und über 300 ehemalige Spieler und
Vereinsmitglieder aus inzwischen allen Teilen Deutschlands und
zahlreiche Ehrengäste (Landrat, Bürgermeister und Vertreter des
Landessportbundes und des TFV) und ehemalige DDR-Oberliga- und
Ligaspieler die bei uns im Nachwuchsbereich begannen, nahmen an den 3tägigen Feierlichkeiten teil.
(siehe Pressemeldung
[1]
[2]
)
Die weiteste Anreise hatte ein ehemaliges Vereinsmitglied aus Kanada.
Anlässlich des 50. Vereinsjubiläums wurde auch unser neuer
Trainingsplatz eingeweiht. Sein Bau war dank der Unterstützung durch
das Thüringer Sozialministerium und Sponsoren möglich.
Seit
diesem Relegationsspiel 1999 kämpfte unsere 1.Männermannschaft um den
Aufstieg in die Kreisliga, blieb aber ewiger Vizemeister, aber nur der
Staffelsieg berechtigte zum Aufstieg. Kurioserweise wurden bei
diesen Meisterschaftsspielen immer die Spitzenteams geschlagen und man
gab die entscheidenden Punkte generell gegen die Absteiger ab. Aber
wir versuchten es jede Saison erneut... Die Mitgliederzahlen in
unserem Verein stiegen seit 1999 stetig an.
1999/2000
Unsere E1-Junioren erringen mit Trainer Lothar Löbnitz ihren ersten
größeren Erfolg. Sie gewinnen bei der Hallenkreismeisterschaft die
Bronzemedaille.
Eigentlich hatten wir per 7-m-Schießen bereits den Staffelsieg und das
Endspiel um Platz 1 und 2 erreicht, aber die Turnierleitung hatte einen
Fehler beim Entscheidungsschießen gemacht (Falsche Torschützen
Festlegung) . Das Ergebnis wurde annulliert nachdem wir bereits das
Finalspiel feierten. Tränen der Kinder und Proteste der Elternwaren die
Folge und so mental geschwächt verloren wir das erneute
Entscheidungsschießen und gewannen dann aber mit Wut im Bauch das Spiel
um Platz 3 souverän. Einige Spieler und Eltern verweigerten die
Medaillenannahme, aber dann siegte doch die Freude.
2000/2001
Unser Trainingsplatz wurden mit 6 Flutlichtmasten ausgestattet. Der
Platz, mit den Maßen
95x64 Meter, wurde für Punktspiele vom KFA zugelassen. Die
Ausleuchtung des Platzes (überall mehr als 500Lux) lässt sogar die
Austragung von Punktspielen unter Flutlicht bis zum Bezirksmaßstab
zu. Unsere E-Junioren werden Staffelsieger und spielen im
Endspiel um den
Kreismeistertitel gegen Obernissa.
10.06.01
Pressemeldungen zu Endspiel E-Junioren um Kreismeistertitel am
[1]
[2]
[3]
2001/2002 Endlich nicht mehr Zweiter
(Pressemeldungen
[1TLZ]
[2TA] ). Staffelsieg und
Aufstiegsberechtigung
in die Kreisliga wurden im vorletzten Spieltag beim BSC Apolda
unter dem Trainer Norbert Becker
mit einem 8:3 Sieg gesichert.
Die
Spieler trugen bereits während dieses Spieles unter ihren Trikots grün/gelbe
T-Shirts, mit der Aufschrift „Endlich geschafft - nicht mehr
Zweiter“ und auf der Rückseite „Aufsteiger 2002 FSV Ilmtal
Zottelstedt“
. Alles
nur nicht Zweiter war unser ausgegebene Saisonziel.
Am entscheidenden Spieltag wurde mit Sektduschen, Gesang, Fahnen,
Schaals und Autocorso mit über 30 PKW der Fans mit Hupkonzert vom
BSC-Platz über die BP-Tankstelle durch die Straßen von Mattstedt und
Zottelstedt bis zum Sportplatz und anschließendem Umtrunk der
Aufstieg ausgelassen gefeiert. Die Begeisterung war riesig. Bei Halt
des Auto-Corsos vor der „Butte“ gab es Freibier vom Wirt.
Zahlreiche Fans und Einwohner an den Straßen und Fenstern winkten und
jubelten mit und spendeten Geld und Naturalien, um eine spontane Fete
auf dem Sportplatz zu organisieren.
Am Samstag, d. 08.06.02 um 17:00 Uhr stieg dann die offizielle
Aufstiegsfeier an der alle Mannschaften des Vereines mit Angehörigen
und die Freunde des Vereines und Ehrengästen teilnehmen. Es gab Schwein am Spieß und Freibier.
Für
die Geschichte wurden Fußballschuhe vergoldet, Trikots archiviert -
vielleicht werden sie bei einem "runden "
Vereinsjubiläum versteigert....
Das Jahr 2002 wird sicher als eins der
erfolgreichsten in die Vereinsgeschichte eingehen - nicht nur wegen
des lange angestrebten Aufstiegs. Erstmals wurde eine Ablösesumme (an
GW Niedertrebra) für
einen Spieler gezahlt: 300 EURO für Manuel Darr.
2002/2003:
Unsere 1. Männermannschaft ist leider am letzten Spieltag unter
Trainer N.Becker abgestiegen.
[TA] . Die Zweite Männermannschaft durfte damit
nicht aufsteigen, obwohl sie souverän Platz 1 in der Staffel belegten.
Die ihrer Konkurrenz überlegenen
D-Junioren holten das Tripel
(Hallenkreismeister, Kreispokalsieger,
Kreismeister und wurden als
Mannschaft des Jahres vom Landessportbund
ausgezeichnet) [TA]. Als
einer der wenigen Vereine im KFA starten wir ohne
Spielgemeinschaften eingehen zu müssen in fast allen
Nachwuchsbereichen.
Probleme bereitet uns zunehmend
unser zu kleines Sportlerheim mit nur zwei Umkleidekabinen. Die
nachfolgend spielenden Mannschaften müssen so generell warten bis
die Kabinen frei sind. So haben wir mit unseren 5 Nachwuchs und 3
Männermannschaften Schwierigkeiten den Trainings- und Spielbetrieb
wegen fehlender Kabinenräume und Hygienischer Voraussetzungen
abzusichern und sehnen uns immer nach den Sommerzeiten, damit wir
nicht auf die Umkleidekabinen angewiesen sind!
Im Jahr 2003 gelang es uns mit Hilfe von Sponsoren einen 90m langen
und 6m hohen Ballfangzaun an unseren Trainingsplatz zu bauen, damit die über
80 bei uns trainierenden
Kinder im Eifer den Ball vor der Ilm zu retten nicht verunglücken
können.
2003/2004:Der sofortige
Wiederaufstieg gelang unter Trainer Rainer Enterlein prompt.
[TA]
Die Aufstiegsfeier
war so toll und spontan wie 2002(siehe oben). Dabei wurde ein 280m
langer "Aufstiegsschaal" präsentiert!
[Schaal]
Hoffentlich gefallen die Feiern unseren Jungs nicht zu gut und
wir spielen "Fahrstuhl"..... wegen der tollen Aufstiegsfeten.......
Bedauerlicherweise sind wir nur noch als einziger Verein des Altkreises
Apolda in der Liga vertreten. Niederroßla und Wickerstedt stiegen
ab. Unsere Plätze präsentieren sich im Topzustand und die
Flutlichtanlage wird von allen Teams rege genutzt.
Die Mitgliederzahl ist weiter gewachsen. Um die Teams, Zuschauer,
Eltern unserer Kinder auch während und nach dem Training und
Spielbetrieb Verpflegung und Getränke anbieten zu können, haben wir
eine Gastsätten-Gewerbeanmeldung beantragt und erhalten.
Wir brauchen nur noch
dringend ein ordentliches Sportlerheim - der Bauantrag dazu wurde
gestellt und wir hoffe, dass uns der 2004 neu gewählte
Ortsteilbürgermeister dabei bestens unterstützt.
BILD vom Platz
2004/2005: Das
erfolgreichste Jahr unserer Vereinsgeschichte wurde 2004/05
geschrieben. Im Männerbereich sicherten wir Dank der Unterstützung
aller Männerteams mit dem Trainergespann R.Enterlein/Gleitsmann den Kreisligaerhalt souverän mit Platz 6
und wurden
Fairplaysieger!
Tabelle, Bild1 Bild2. Trainer Enterlein legte am Saisonende sein Amt
aus beruflichen Gründen nieder und mit Ihm auch sein Co-Trainer.
Da sich kein neuer Trainer fand übernahm der B-Junioren Trainer
L.Löbnitz zusätzlich die Erste Männermannschaft mit dem
Ziel Klassenerhalt, da sich Torwart Thieme und
Torschützenkönig Darr zu höherklassigen Vereinen
(Landesliga, Bezirksliga) abmeldeten und Mittelfeldstratege
S.Müller mit einem Bänderriss (auf Hochzeitsreise)
mindestens 6 Monate pausieren musste.
Im Nachwuchsbereich holten wir bei den
Hallenmeisterschaften Gold
(C-Junioren )
mit Trainer L.Löbnitz
und Bronze (F-Junioren)
mit Trainer Jens Rahnis.
Im Pokalwettbewerb standen wir mit den A-, C-, F-Junioren im Finale
und die
C- als auch F- Junioren
wurden
Pokalsieger Artikel TA, BildA,
BildC, BildF. In der Meisterschaft wurden 2 Kreismeistertitel
erspielt (C-und F-Junioren). Tabelle-C, Tabelle-F, BildF, BildC
Bei der Meisterschaft des WTFB (Westthüringer Fußballverbandes)
belegten die
F-Junioren als qualifizierter Kreismeister
Platz 6. Artikel TA
Die C-Junioren wurden
Kreismeister und errangen zum Zweiten
mal das Tripel..
2005/2006:
So 28.08.05 gegen 10:00 Uhr:
Historischer Moment in der
Vereinsgeschichte -->das erste Pflichtspieltor einer Zottelstedter
Mannschaft in der Bezirksliga erzielt Florian Petzold bei den
E-Junioren!
Der
Klassenerhalt in der Kreisliga wurde mit dem Trainer L.Löbnitz in der letzten Spielminute zum
2:2 Ausgleich in Gaberndorf durch Oliver Erfurth gesichert. Insgesamt
mussten (Verletzung, Beruf, Privat) 34 Spieler eingesetzt werden. Junge Spieler gaben dabei erfolgreich ihr Debüt.
Die B-Junioren wurden
mit Trainer lothar Löbnitz
als B1
!!!
souveräner
Kreismeister und
Hallenkreismeister.
Genau wie die 1. Männer scheiterten sie im Halbfinale des
Kreispokalwettbewerbs im notwendigen Elfmeterschießen. Die
B-Junioren schafften den
Aufstieg in die Landesklasse
durch einen 4:1 Sieg und ein kontrolliertes 2:3 im Rückspiel gegen
den SV Borntal Erfurt.
Mit zwei Reserve Teams
bestritten wir die Saison im Männerbereich trotz zahlreicher
Spielerausfälle und -abgaben an die Erste erfolgreich.
Die E-Junioren schnupperten Bezirksligaluft
und steigerten sich stetig, um in der neuen Saison 06/07als nun
gleichaltrige mitmischen zu können.
2006/2007:
So 03.09.06 gegen 11:00 Uhr:
Historischer Moment in der
Vereinsgeschichte -->das erste Pflichtspieltor einer Zottelstedter
Mannschaft in der Landesklasse erzielt Nico Baumbach bei den
B-Junioren in Bad Langensalza! Das erste Landesklassespiel wird bei
Preußen Bad Langensalza 2:5 gewonnen (TA).
Das Jubiläumsjahr=10.Saison (F- bis B-Junioren) unter Trainer
L.Löbnitz beginnt optimal in der Landesklasse.
Die
Erste Männer übernahm Oliver Erfurth, der als Spieler bis auf
weiteres nicht einsetzbar war, da er sich bei einem Hobbyturnier einen
Beinbruch zu. Die Zielstellung war Klassenerhalt in der Kreisliga.
Nach
langer kontroverser Diskussion im Vorfeld wurden erneut zwei
Reserveteams im Männerbereich gemeldet. Peter Weingart
übernahm die Zweite und die Dritte wurde vom Mario Trepanovski
betreut.
Mit Marcel Krüger als Trainer bauten wir ein erfolgreiches G-Juniorenteam auf.
Eric Scharf und Jens Huschke starteten mit einem F-Juniorenteam.
Jens Rahnis und Co-Trainer Oliver Erfurt führten die E-Junioren in ihr zweites Bezirksliga Jahr.
Felix Fischer startete mit den neu aufgebauten D-Junioren und integrierte neue Spieler und Thomas Lappius setzte diese Arbeit erfolgreich fort.
Die B-Junioren starteten mit Trainer Lothar Löbnitz in der
Landesklasse. So wurden in der Saison 2006/07 die meisten Mannschaften
der Vereinsgeschichte für den Pflichtspielbetrieb gemeldet
(1xLandesklasse; 1xBezirksliga; 1x Kreisliga, 5xKreis). Rekord beim
Mitgliederzuwachs im Kalenderjahr 2006 => 53 Neuanmeldungen (5x
Männer und sonst Nachwuchs). Am Ende der Saison übertrafen
unsere Nachwuchsteams alle Erwartungen.
Die B-Junioren spielten eine
starke Rolle in der Landesklasse. Nur die dünne Spielerdecke
verhinderte einen Medaillenplatz und man wurde
vierter in der Landesklasse, aber bis auf
Tabellenführer Leinefelde (3:4 und 2:2) konnte man gegen alle
Teams dieser Klasse ein positives Gesamtergebnis abrechnen. Die
stärkste Leistung wurde beim
3:0 Pokalspielsieg gegen RotWeiß Erfurt
abgerufen. erst gegen den späteren
Landespokalfinalisten Schott Jena schieden wir mit 2:3 aus.
Altersbedingt müssen wir in den Kreis zurück, um uns von dort wieder
als A-Junioren im Übernächsten Jahr zu qualifizieren. So werden
durch dumme Regeln im TFV Talente "verschenkt". Wir haben
beschlossen mit 17 jährigen als Erste Männer in der nächsten Saison
zu starten!
Auch die
E-Junioren zeigten starke
Spiele und scheiterten in einem hochdramatischen Spiel am
Einzug ins
Landespokalfinale. In der Bezirksliga-Meisterschaft belegte man Platz
8. Die F-Junioren wurden Vizekreismeister, Vizehallenmeister und
scheiterten im Pokalfinale (3xVize). Bei Turnieren räumten die
Nachwuchsteams G bis D erste Plätze ab und schlugen namhafte
Gegner wie Hof, Leipzig usw.
Bei den Männern war es die
Negativsaison schlechthin. Man belegte in den 3 Staffeln die
Plätze 1 bis 3, aber von hinten. Die erste Mannschaft wurde (mit 43!
eingesetzten Spielern und über 100 Gegentoren und weit
abgeschlagen) Letzter und stieg ab. Wir sind nur noch ein Kreisklasse
verein!
2007/2008: In
Auswertung der alten Saison analysierten wir den fehlenden Wettbewerb
unter den Spielern als Ursache für das schlechte Abschneiden bei
den Männern. Da die Trainer meist froh sein mussten, wenn sie
Ihre Teams vollzählig zum Spielbetrieb führen konnten,
konnten Leistungsmaßstäbe nur selten angewendet werden. Um
dies zu ändern, werden nur noch 2 Männerteams gemeldet und
die B-Junioren werden in die Männer integriert. Die Thüringer
17-Jare-Regelung lässt das zu. Ziel ist es nun in
den Männerteams die Junioren Spieler einzubinden und in der 1. und
2. Kreisklasse einen vorderen Platz (1-5) zu belegen. Die Erste
Männer trainiert nun Lothar Löbnitz und bildet dort den Stamm mit seinen Landesklasse-B-Junioren der Vorjahressaison. Die Zweite übernimmt Peter Weingart
mit Michael Hunold mit der Zielstellung der Nachwuchsintegration.
Im Nachwuchsbereich starten wir mit einer neu formierten F-Junioren
(ehemals G-Junioren) mit Oliver Erfurth und Tobias Löbnitz als Coach. Die
erfolgreichen F-Junioren werden mit Trainer Eric Scharf in der Beziksliga als E-Junioren starten und den Platz vom Rahnisteam
übernehmen. Die Bezirksliga E-Junioren der alten Saison starten
nun mit Erfolgstrainer Jens Rahnis im Kreis als D1-Junioren. Ein
D2-Junioren Team startet unter Trainer Thomas Schmidt ebenfalls. Um
später als Großfeld-C-Junioren spielen zu können,
trainieren beide Teams gemeinsam. Thomas Lappius baut eine neue
G-Junioren-Mannschaft auf. Einige Muttis unsere Kinder trainieren
ebenfalls und wollen als Kleinfeld Frauenmannschaft spielen.
Sie nahmen erstmals an der HKM teil und belegten Platz 4 von 8
Teams. Im Pokalwettbewerb der Männer schieden wir im
Viertelfinale unglücklich im Elfmeterschießen aus, nachdem wir in
der letzten Spielminute unsere 2:1 Führung unglücklich verloren.
Das wichtige Ziel, sofortiger Wiederaufstieg mit mehrheitlich einer
A2-Junioren-Mannschaft gelang unserer Ersten Männer jedoch
sofort und letztlich mit sicherem Vorsprung und war bereits am drittletzten Spieltag perfekt
XX!.
2008/2009:
Die Ansetzungen in der Kreisliga war so, dass
die Spitzenteams gleich am Saisonanfang auf uns trafen. Spannende
Spiele hatten aber oft nur am Ende ein 0-Punkte-Ergebnis. Hier
zeigte sich die fehlende Cleverness der immer noch A-Junioren
Spieler. Zwei Wochen nachdem in der Vorstandssitzung die
Trainerfrage wegen Erfolglosigkeit des KL-Trainers gestellt wurde,
legte Trainer Lothar Löbnitz sein Amt nach dem 9. Spieltag nieder,
als er endlich auf schlagbare Gegner aus dem unteren Tabellendrittel
traf
xx und da aber im ersten solchen Spiel nur mit 10 Spielern in
Obernissa antrat. So verlor man auch dort nach einer 0:1
Halbzeitführung und nach Roter Karte und Nasenbeinbruch von Phlip
Kludas in deutlicher Unterzahl noch deutlich mit 1:5 am Ende.
Jens Rahnis übernahm die Trainernachfolge. Zahlreiche Umstellungen
und Experimente führten nicht zum gewünschten Erfolg. Im Gegenteil
am Saisonende stand der
Abstieg fest. Wir sind wieder mal nur noch ein Kreisklasse
Verein.
Die Zweite Männer (MittelfeldplatzXX)
und die AH erreichten Ihre Zielstellungen -->mitspielen und Spaß am
Fußball.
Im Nachwuchsbereich war
diese Saison die erfolgreichste. Hier holten die D-Junioren
mit Trainer Rahnis alle Titel (Halle, Pokal, Meister). Die
E-Junioren wurden mit Trainer Eric Scharf Vizekreismeister und
Vizehallenkreismeister. Die F-Junioren wurden mit Trainer Oliver
Erfurt und Co Trainer Tobias Löbnitz Vizekreismeister und errangen
in der Halle die Bronzemedaille.
Die neu formierten G-Junioren mit Trainergespann Toni Püschner und
Nico Goldhahn ließen mit bemerkenswerten Testspielergebnissen
aufhorchen.
2009/2010
In der neuen Saison starteten wir wieder mit 3 Männerteams (AH,
Zweite und Erste) und mit 5 Nachwuchsteams (G-, F-, E-, D-,
C-Junioren). Die D-Junioren starten in der Bezirksliga. Alle Trainer
behielten ihre Teams, rutschten mit ihnen aber eine AK höher. Die
neuen G-Junioren trainiert Nico Goldhahn.
Im Sommer 2009,
zum 60. Vereinsjubiläum
wurde der vom DFB gesponserte Minikunstrasenplatz in Anwesenheit von
Thüringens Ministerpräsidentin Lieberknecht, Nationalspieler Rüdiger
Schnuphase und Zottelstedts erfolgreichstes Talent RWE
Oberligaspieler Achim Bilsing (Schnuphases damaliger Zimmerkollege
im Sportgymnasium Erfurt) dem TFV Präsidenten, dem KFA-Vorstand und
zahlreicher weiterer Prominenz aus Politik, Bildung und Wirtschaft
eingeweiht. Insbesondere der Frühschoppen am Sonntag wurde sehr rege
von ehemaligen Spielern des Vereines besucht.
An diesem Tag konnten Tobias Löbnitz und Rico Weiß als erste die
Norm für die Auszeichnung "Bester Techniker des FSV ILMTAL
Zottelstedt" erfüllen. Weitere versierte Techniker scheiterten
teilweise knapp an der gestellten Norm. Im Sommer 2010 gibt es die
nächste Chance diesen Titel und Pokal zu erringen.
Platzierungen 1.Männer
von 1950 bis heute
Alles im Verein geleistete war und ist nur mit der Unterstützung und
des Engagements der Vereinsmitglieder, aller ehrenamtlichen
Funktionsträger wie Schiedsrichter, Trainer, Vorstandsmitglieder, Eltern
der bei uns spielenden Kinder, den Fans unseres Vereines und vor allem
unsere Sponsoren möglich. Bedauerlicherweise ist es immer wieder
vorgekommen, dass mancher berechtigterweise seine Leistungen im
Vergleich zu anderen nicht genügend gewürdigt sah oder sich
ungerechtfertigt kritisiert oder schlecht behandelt fühlte und
Eitelkeiten verletzt wurden. Wem es so
ergangen ist, dem soll um Vergebung gebeten werden und wir fordern alle
auf, sich weiterhin für den Sport in unserem Verein und für unserer
Region zu engagieren. Denn Sport im Verein macht Spaß, gibt
Freundschaft und Zusammenhalt, fördert die Gesundheit, fördert das
Sozialverhalten und regt zum gesellschaftspolitischen Engagement an.
Aufgeschrieben
von Lothar Löbnitz
Vereinshymne
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